WILEX AG: Zwischenmitteilung für die ersten neun Monate 2016

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München, 13. October 2016 – Die WILEX AG (ISIN DE000A11QVV0 / WL6 / FWB) berichtet heute über die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2016 (1. Dezember 2015 – 31. August 2016) und die Finanzzahlen des Konzerns. WILEX und die Tochtergesellschaft Heidelberg Pharma arbeiten an einer proprietären Plattformtechnologie für Antikörper-Amanitin-Konjugate (ATAC-Technologie), um den hochwirksamen Wirkstoff Amanitin für verschiedene Krebstherapien anwendbar zu machen.

„Wir sind sehr zufrieden mit den wissenschaftlichen und operativen Fortschritten in den vergangenen Monaten. Die Arbeit an unserer ATAC-Technologie kommt gut voran und wir haben erfolgversprechende Daten damit generiert. Anfang September haben wir deshalb mit dem Max-Delbrück-Centrum in Berlin einen Optionsvertrag zur Einlizenzierung verschiedener Antikörper geschlossen und unseren ersten eigenen Entwicklungskandidaten, HDP-101, daraus ausgewählt“, kommentierte Dr. Jan Schmidt-Brand, Sprecher des Vorstands und CFO der WILEX AG. „Ein Teil der Aktivitäten wurde in der Berichtsperiode über Kapitalmaßnahmen finanziert und erst kürzlich haben wir mit unserer Hauptaktionärin dievini ein Gesellschafterdarlehen vereinbart. Diese Mittel ermöglichen es uns, nächste präklinische Schritte für unseren Hauptkandidaten HDP-101 voranzutreiben. Wir planen 2018 die klinische Entwicklung zu starten.“

In den nächsten Monaten soll HDP-101 als erster eigener ATAC-Kandidat für die klinische Entwicklung vorbereitet werden. Dazu gehören die Etablierung der Herstellungsprozesse bei Lohnherstellern unter GMP-Standard (Good Manufacturing Practice) für die Antikörper, den Wirkstoff Amanitin und verschiedene ATAC-Kandidaten sowie weitere präklinische Untersuchungen unter GLP-Bedingungen (Good Laboratory Practice).

Wichtiger Teil des Geschäftsmodells bleibt das Kooperationsgeschäft, um Amanitin mit verschiedenen Antikörpern anderer Unternehmen zu koppeln und präklinisch zu testen.

Wichtige Ereignisse in den ersten neun Monaten

Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Der WILEX-Konzern, zum Bilanzstichtag bestehend aus der WILEX AG und der Tochtergesellschaft Heidelberg Pharma GmbH, berichtet konsolidierte Zahlen. Die im Folgenden bezeichnete Berichtsperiode bezieht sich auf den Zeitraum vom 1. Dezember 2015 bis zum 31. August 2016 (9M 2016).

Der WILEX-Konzern erwirtschaftete in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 Umsatzerlöse und Erträge von insgesamt 2,3 Mio. Euro und damit 21 % weniger als im Vorjahr (2,9 Mio. Euro), welches noch durch Einnahmen aus der Lizenzvereinbarung mit Roche geprägt war.

Darin enthalten sind Umsatzerlöse in Höhe von 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 1,7 Mio. Euro), welche sich im Wesentlichen aus dem Geschäft der Heidelberg Pharma (1,0 Mio. Euro) zusammensetzen. Aus der Lizenzvereinbarung mit Link Health konnten 0,1 Mio. Euro erzielt werden.

Die sonstigen Erträge lagen mit 1,2 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (1,2 Mio. Euro) und wurden maßgeblich durch staatliche Fördermittel vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für Forschungsprojekte in Höhe von 0,6 Mio. Euro beeinflusst. Zudem war ein Ertrag (0,4 Mio. Euro) aus der Auflösung von Verbindlichkeiten, die nicht in geplanter Höhe benötigt wurden, zu verzeichnen. Des Weiteren konnten Erträge im Kontext des 2013 erfolgten Verkaufs der ehemaligen Tochtergesellschaft WILEX Inc. an die Firma Nuclea Biotechnologies Inc. in Höhe von 0,2 Mio. Euro verbucht werden.

Die betrieblichen Aufwendungen, einschließlich der Abschreibungen, betrugen in der Berichtsperiode wie im Vorjahr 6,4 Mio. Euro. Die Herstellungskosten betreffen die mit dem Umsatz unmittelbar verbundenen Kosten des Konzerns und fielen für die kundenspezifische Auftragsforschung an; sie beliefen sich auf 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,9 Mio. Euro). Die Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 4,3 Mio. Euro stiegen um 1,2 Mio. Euro im Vergleich zur Vorjahresperiode (3,1 Mio. Euro), da bei Heidelberg Pharma die präklinischen Untersuchungen ausgeweitet wurden. Diese Kosten stellten mit 67 % der betrieblichen Aufwendungen den weitaus größten Kostenblock dar. Die Verwaltungskosten verringerten sich im Neunmonatszeitraum 2016 von 2,1 Mio. Euro im Vorjahr auf 1,4 Mio. Euro. Darin enthalten sind u.a. die Kosten für die Holdingaktivitäten und die Börsennotierung. Die Sonstigen Aufwendungen für Aktivitäten im Bereich Geschäftsentwicklung, Vermarktung und kommerzielle Marktversorgung reduzierten sich in der aktuellen Berichtsperiode von 0,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 0,2 Mio. Euro.

Der WILEX-Konzern hat den Periodenfehlbetrag für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres mit 4,1 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (3,5 Mio. Euro) infolge geringerer Umsatzerlöse ausgeweitet. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich trotz höherem Periodenfehlbetrag um 15 % auf -0,35 Euro (Vorjahr: -0,41 Euro), was ausschließlich auf die höhere durchschnittliche Aktienanzahl aufgrund der erfolgten Kapitalerhöhungen zurückzuführen ist.

Die Bilanzsumme zum 31. August 2016 betrug 13,9 Mio. Euro und lag damit über dem Wert des Vergleichsstichtages zum Geschäftsjahresende 2015 (12,1 Mio. Euro). Das Eigenkapital notierte mit 12,0 Mio. Euro höher als am 30. November 2015 (9,5 Mio. Euro). Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 86,0 % (30. November 2015: 78,3 %).

Im Berichtszeitraum war aufgrund der erfolgreich abgeschlossenen Kapitalerhöhungen ein Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 6,6 Mio. Euro zu verzeichnen. Die liquiden Mittel beliefen sich zum Ende des dritten Quartals auf 3,3 Mio. Euro (30. November 2015: 1,3 Mio. Euro). WILEX hatte einen durchschnittlichen Finanzmittelzufluss von 0,22 Mio. Euro (Vorjahr: 0,10 Mio. Euro) pro Monat zu verzeichnen. Lässt man in beiden Vergleichsräumen die Kapitalerhöhungen unberücksichtigt, ergibt sich für 2016 eine durchschnittliche monatliche Reduktion der liquiden Mittel in Höhe von 0,51 Mio. Euro aufgrund der betrieblichen Geschäfts- und der Investitionstätigkeit (Vorjahr: 0,36 Mio. Euro).

Die Ende März 2016 abgegebene Prognose für das laufende Geschäftsjahr für den WILEX-Konzern bleibt unverändert gültig. Auf Basis der aktuellen Planung ist die Finanzierung des Unternehmens bis ins zweite Quartal 2017 gesichert.

Das vollständige Zahlenwerk zum Zwischenabschluss steht hier zur Verfügung.

Kennzahlen für den WILEX-Konzern

   9M 20161
Tsd. EUR
9M 20151
Tsd. EUR
Ergebnis  

 

Umsatzerlöse 1.104 1.714
Sonstige Erträge 1.169 1.161
Betriebliche Aufwendungen (6.385) (6.388)
davon Forschungs- und Entwicklungskosten (4.282) (3.092)
Betriebsergebnis (4.112) (3.513)
Ergebnis vor Steuern (4.113) (3.511)
Jahresergebnis (4.122) (3.548)
Ergebnis je Aktie in Euro (0,35) (0,41)
     
Bilanz per Periodenende    
Bilanzsumme 13.937 15.427
Liquide Mittel 3.269 3.068
Eigenkapital 11.991 12.489
Eigenkapitalquote2 in % 86,0 81,0
     
Kapitalflussrechnung    
Operativer Cashflow (4.162) (3.212)
Cashflow aus der Investitionstätigkeit (450) (56)
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 6.587 4.103
     
Mitarbeiter (Anzahl)    
Mitarbeiter am Periodenende 3 53 51
Mitarbeiter am Periodenende 3 (Vollzeitäquivalente) 49 46

1 Der Berichtszeitraum beginnt am 1. Dezember und endet am 31. August.
2 Eigenkapital / Bilanzsumme
3 Inklusive Mitglieder des Vorstands
Durch die Rundung der exakten Zahlen können sich Differenzen ergeben.

Kontakt
WILEX AG
Sylvia Wimmer
Corporate Communications
Tel.: +49 (0)89-41 31 38-29
E-Mail: investors[at]wilex.com
Grillparzerstr. 18, 81675 München
IR/PR Unterstützung
MC Services AG

Katja Arnold (CIRO)
Managing Director & Partner
Tel.: +49-89-41 31 38-126
Tel.: +49-89-210 228-40
E-Mail: katja.arnold[at]mc-services.eu

 

Über WILEX und Heidelberg Pharma
Die WILEX AG ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das als Konzernmutter Holdingaufgaben wahrnimmt. Der Fokus der Forschung und Entwicklung liegt auf dem operativen Geschäft der Tochtergesellschaft Heidelberg Pharma GmbH in Ladenburg, die vor allem die innovative ADC-Plattformtechnologie basierend auf dem Wirkstoff Amanitin (ATAC-Technologie) weiterentwickelt und präklinische Serviceleistungen in den Bereichen Wirkstoffforschung und -entwicklung anbietet. WILEX verfügt über diagnostische und therapeutische Phase III-Produktkandidaten, die zur Auslizenzierung an externe Partner zur Verfügung stehen. WILEX ist notiert an der Frankfurter Wertpapierbörse: ISIN DE000A11QVV0 / WKN A11QVV / Symbol WL6. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.wilex.com.

Dieser Text enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen, die sich auf den Geschäftsbereich der Gesellschaft beziehen und die sich durch den Gebrauch von zukunftsgerichteter Terminologie wie etwa „schätzt”, „glaubt”, „erwartet”, „könnte”, „wird”, „sollte”, „zukünftig”, „möglich” oder ähnliche Ausdrücke oder durch eine allgemeine Darstellung der Strategie, der Pläne und der Absichten der Gesellschaft auszeichnen. Solche zukunftsgerichteten Aussagen umfassen bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren, die bewirken könnten, dass sich die tatsächlichen Ergebnisse des Geschäftsbetriebs, die Finanzlage, die Ertragslage, die Errungenschaften oder auch die Ergebnisse des Sektors erheblich von jeglichen zukünftigen Ergebnissen, Erträgen oder Errungenschaften unterscheiden, die in solchen zukunftsgerichteten Aussagen ausgedrückt oder vorausgesetzt werden. Angesichts dieser Unwägbarkeiten werden mögliche Investoren und Partner davor gewarnt, übermäßiges Vertrauen in solche zukunftsgerichteten Aussagen zu setzen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren, um zukünftiges Geschehen oder Entwicklungen widerzuspiegeln.

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