WILEX veröffentlicht Finanzzahlen für das Geschäftsjahr 2015 und berichtet über den Geschäftsverlauf

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München, 22. März 2016 – Die WILEX AG (ISIN DE000A11QVV0 / WL6 / FWB) veröffentlichte heute die Finanzergebnisse und den Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2015 (1. Dezember 2014 – 30. November 2015).

„Wir haben 2015 intensiv daran gearbeitet, unser Unternehmen neu auszurichten. So konnten wir wichtige operative Ziele erreichen und blicken auf positive Aspekte des Geschäftsjahres 2015 zurück und mit Optimismus nach vorn. Die Beendigung der Kooperation mit Roche war ein Rückschlag für uns, aber wir arbeiten hart an unserem Ziel, das hochwirksame Toxin Amanitin in Kombination mit unserer proprietären ADC-Technologie für die Entwicklung innovativer Krebstherapien einsetzbar zu machen“, kommentierte Dr. Jan Schmidt-Brand, Sprecher des Vorstands und CFO der WILEX AG. „Neben den laufenden Forschungskooperationen mit Industriepartnern konzentrieren wir uns auf die Weiterentwicklung unserer eigenen ATAC-Kandidaten. Die Finanzierung dieser Aktivitäten bleibt auch 2016 eine Herausforderung, wird aber maßgeblich von unserer Hauptaktionärin dievini Hopp BioTech unterstützt.“

Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr 2015

Wichtige Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode

Finanzkennzahlen des Geschäftsjahres 2015 für den WILEX-Konzern
Das Geschäftsjahr 2015 bezieht sich auf den Zeitraum vom 1. Dezember 2014 bis zum 30. November 2015. Der WILEX-Konzern umfasst die Gesellschaften WILEX AG und Heidelberg Pharma GmbH.

WILEX erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 Umsatzerlöse und sonstige Erträge in Höhe von insgesamt 3,9 Mio. Euro (Vorjahr: 5,0 Mio. Euro). Trotz der etwas geringeren betrieblichen Aufwendungen erhöhte sich daher der Jahresfehlbetrag auf 6,6 Mio. Euro (Vorjahr: 5,7 Mio. Euro).

Die Umsatzerlöse betrugen 2,3 Mio. Euro (Vorjahr: 3,6 Mio. Euro), wovon der wesentliche Teil mit 1,9 Mio. Euro von Heidelberg Pharma stammt. Davon lieferten das präklinische Servicegeschäft 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro) und die ADC-Technologie 0,9 Mio. Euro. (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro). Die Muttergesellschaft vereinnahmte 2015 für MESUPRON® eine Meilensteinzahlung vom Lizenzpartner Link Health als Umsatzerlöse in Höhe von 0,4 Mio. Euro. Im Vorjahr waren aus diesem Sachverhalt noch 1,2 Mio. Euro Umsatzerlöse erwachsen. Durch die Terminierung der Roche-Kooperation fielen ca. 1,0 Mio. Euro geplante Umsätze aus, weshalb der Finanzausblick im Oktober 2015 angepasst werden musste.

Die sonstigen Erträge lagen mit 1,6 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau (1,4 Mio. Euro). Darin enthalten sind im Wesentlichen Erträge aus nicht in Anspruch genommenen Verbindlichkeiten und Rückstellungen (0,9 Mio. Euro; Vorjahr: 0,5 Mio. Euro) sowie staatliche Fördermittel vom BMBF für das Projekt PSMA-ATAC in Höhe von 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro).

Die betrieblichen Aufwendungen einschließlich der Abschreibungen sind 2015 auf 10,4 Mio. Euro (Vorjahr: 10,6 Mio. Euro) gesunken. Obwohl operative Kosten in größerem Umfang reduziert wurden, mussten im Geschäftsjahr eine Wertberichtigung durchgeführt sowie eine Rückstellung gebildet werden, welche die Aufwendungen signifikant erhöhten. Beide Maßnahmen standen im Kontext des 2013 erfolgten Verkaufs der WILEX Inc.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten fielen von 5,6 Mio. Euro im Vorjahr um 20 % auf 4,5 Mio. Euro und entsprechen 43 % der Aufwendungen. Die Herstellungskosten betrugen mit 1,1 Mio. Euro 15 % weniger als im Vorjahr (1,3 Mio. Euro) und entsprechen 11 % der Gesamtkosten. Die Verwaltungskosten sind mit 4,5 Mio. Euro und 41 % über dem Vorjahresniveau (3,2 Mio. Euro) deutlich angestiegen; sie entsprechen 43 % der betrieblichen Aufwendungen. Darin enthalten sind die vollständige Wertberichtigung einer Forderung (2,0 Mio. Euro) gegenüber der Firma Nuclea Biotechnologies Inc., USA, infolge von nachhaltigen Zahlungsschwierigkeiten sowie die Bildung einer Rückstellung für eine etwaige Inanspruchnahme aus einer Mietgarantie für die ehemalige WILEX Inc. gegenüber dem Vermieter in Höhe von 0,4 Mio. Euro. Die sonstigen Aufwendungen beliefen sich auf 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro), 40 % unter dem Vorjahreswert und auf 3 % der Gesamtkosten.

Der WILEX-Konzern hat im Geschäftsjahr 2015 ein Betriebsergebnis von -6,5 Mio. Euro (Vorjahr: -5,6 Mio. Euro) ausgewiesen. Der Jahresfehlbetrag erhöhte sich auf 6,6 Mio. Euro (Vorjahr: 5,7 Mio. Euro) infolge niedrigerer Umsätze und bilanzieller Sondereffekte. Das Ergebnis je Aktie fiel auf -0,75 Euro (Vorjahr: -0,73 Euro).

Zum Geschäftsjahresende 30. November 2015 wurde mit 12,1 Mio. Euro eine um 2,9 Mio. Euro niedrigere Bilanzsumme ausgewiesen als im Vorjahr (15,0 Mio. Euro), welche durch einen höheren Zahlungsmittelbestand und finanzielle Vermögenswerte geprägt war. WILEX verfügte am Ende der Berichtsperiode über liquide Mittel in Höhe von 1,3 Mio. Euro (Vorjahr: 2,2 Mio. Euro). Der monatliche Barmittelverbrauch verringerte sich auf 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,6 Mio. Euro). Das Konzern-Eigenkapital betrug 9,5 Mio. Euro (Vorjahr: 11,9 Mio. Euro). Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 78,3 % (Vorjahr: 79,0 %).

Finanzausblick 2016 und Strategie des WILEX-Konzerns
Für den WILEX-Konzern werden für das Geschäftsjahr 2016 Umsätze und sonstige Erträge zwischen insgesamt 2,0 Mio. Euro und 3,0 Mio. Euro (2015: 3,9 Mio. Euro) erwartet. Darin enthalten sind keine Einnahmen aus weiteren potenziellen Lizenzvereinbarungen. Die betrieblichen Aufwendungen werden sich nach der derzeitigen Planung in einem Korridor von 7,0 Mio. Euro bis 10,0 Mio. Euro bewegen (2015: 10,4 Mio. Euro). Für 2016 wird ein Betriebsergebnis (EBIT) zwischen -4,0 Mio. Euro und -8,0 Mio. Euro prognostiziert (2015:
-6,5 Mio. Euro).

WILEX rechnet mit einem Finanzmittelbedarf 2016 von 4,0 Mio. Euro bis 8,0 Mio. Euro. Der monatliche Barmittelverbrauch dürfte sich zwischen 0,4 Mio. Euro und 0,6 Mio. Euro pro Monat bewegen (2015: 0,4 Mio. Euro).

Ziele im Geschäftsjahr 2016 sind die weitere Optimierung der ATAC-Technologie, der Ausbau der kundenspezifischen Auftragsforschung und der Aufbau einer eigenen Produktpipeline. Bereits geschlossene Forschungsvereinbarungen im Bereich dieser Technologie sollen idealerweise in Lizenzvereinbarungen für bestimmte Antikörper-Amanitin-Konjugate münden und zumindest ein weiteres klinisches Projekt soll einen neuen Partner finden.

Kennzahlen für den WILEX-Konzern


 

2015 1

Mio. EUR

2014 1

 Mio. EUR

Ergebnis

 

 

Umsatzerlöse

2,3

3,6

Sonstige Erträge

1,6

1,4

Betriebliche Aufwendungen

(10,4)

(10,6)

davon Forschungs- und Entwicklungskosten

(4,5)

(5,6)

Betriebsergebnis

(6,5)

(5,6)

Ergebnis vor Steuern

(6,5)

(5,6)

Jahresergebnis

(6,6)

(5,7)

Ergebnis je Aktie in Euro

(0,75)

(0,73)

 
Bilanz per Periodenende
Bilanzsumme

12,1

15,0

Liquide Mittel

1,3

2,2

Eigenkapital

9,5

11,9

Eigenkapitalquote2 in %

78,3

79,0

 
Kapitalflussrechnung
Operativer Cashflow

(4,8)

(6,6)

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

(0,2)

(0,2)

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

4,1

(0,0)

 
Mitarbeiter (Anzahl)
Mitarbeiter am Jahresende 3

55

52

Mitarbeiter am Jahresende 3 (Vollzeitäquivalente)

49

46

1 Der Berichtszeitraum beginnt am 1. Dezember und endet am 31. August.
2 Eigenkapital / Bilanzsumme
3 Inklusive Mitglieder des Vorstands
Durch die Rundung der exakten Zahlen können sich Differenzen ergeben.

Der vollständige Geschäftsbericht einschließlich der Segmentberichterstattung und des gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschlusses wurden unter www.wilex.com veröffentlicht.

Einladung zur Bilanzpressekonferenz
WILEX wird am 22. März 2016 um 15:00 Uhr MEZ eine öffentliche Telefonkonferenz für Pressevertreter, Analysten und Investoren in englischer Sprache abhalten. Bitte wählen Sie sich 10 Minuten vor der Konferenz ein und wählen Sie die Einwahl-Nummern:

1. Deutschland: +49 69 71044 5598
2. UK: +44 20 3003 2666
3. USA: +1 212 999 6659
4. USA Freephone: +1 866 966 5335

Sie werden durch einen Operator begrüßt, der das Passwort (WILEX), Ihren Namen und den Firmennamen aufnimmt. Die englische Präsentation zur Konferenz steht ab 14:30 Uhr MEZ auf der Internetseite www.wilex.com zum Download zur Verfügung.

 

Kontakt
WILEX AG
Sylvia Wimmer
Corporate Communications
Tel.: +49 (0)89-41 31 38-29
E-Mail: investors[at]wilex.com
Grillparzerstr. 18, 81675 München
IR/PR Unterstützung
MC Services AG

Katja Arnold (CIRO)
Executive Director + Partner
Tel.: +49-89-41 31 38-126
Tel.: +49-89-210 228-40
E-Mail: katja.arnold[at]mc-services.eu 

 

Über WILEX und Heidelberg Pharma
Die WILEX AG ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das die klinischen Entwicklungsaktivitäten am Standort München eingestellt hat und nunmehr als Konzernmutter Holdingaufgaben übernimmt. Der Fokus der Forschung und Entwicklung liegt auf dem operativen Geschäft der Tochtergesellschaft Heidelberg Pharma GmbH in Ladenburg, die vor allem die innovative ADC-Plattformtechnologie für Antikörper-Amanitin-Konjugate (ATAC-Technologie) weiterentwickelt und präklinische Serviceleistungen in den Bereichen Wirkstoffforschung und -entwicklung anbietet. WILEX verfügt über die diagnostischen und therapeutischen Produktkandidaten REDECTANE® und RENCAREX®, die zur Auslizenzierung und Weiterentwicklung in Phase III für externe Partner zur Verfügung stehen. Die WILEX AG ist notiert an der Frankfurter Wertpapierbörse: ISIN DE000A11QVV0 / WKN A11QVV / Symbol WL6. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.wilex.com.

Dieser Text enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen, die sich auf den Geschäftsbereich der Gesellschaft beziehen und die sich durch den Gebrauch von zukunftsgerichteter Terminologie wie etwa „schätzt”, „glaubt”, „erwartet”, „könnte”, „wird”, „sollte”, „zukünftig”, „möglich” oder ähnliche Ausdrücke oder durch eine allgemeine Darstellung der Strategie, der Pläne und der Absichten der Gesellschaft auszeichnen. Solche zukunftsgerichteten Aussagen umfassen bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren, die bewirken könnten, dass sich die tatsächlichen Ergebnisse des Geschäftsbetriebs, die Finanzlage, die Ertragslage, die Errungenschaften oder auch die Ergebnisse des Sektors erheblich von jeglichen zukünftigen Ergebnissen, Erträgen oder Errungenschaften unterscheiden, die in solchen zukunftsgerichteten Aussagen ausgedrückt oder vorausgesetzt werden. Angesichts dieser Unwägbarkeiten werden mögliche Investoren und Partner davor gewarnt, übermäßiges Vertrauen in solche zukunftsgerichteten Aussagen zu setzen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren, um zukünftiges Geschehen oder Entwicklungen widerzuspiegeln.

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