WILEX berichtet über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2010

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• Strategische Erweiterung der Wertschöpfungskette
• Signifikante Fortschritte bei allen klinischen Projekten
• Finanzzahlen im Rahmen der Erwartungen

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München, 22. Februar 2011. Die WILEX AG (ISIN DE0006614720 / Frankfurter Wertpapierbörse / Prime Standard) veröffentlichte heute die Finanzergebnisse und den Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2010 (1. Dezember 2009 – 30. November 2010).

Peter Llewellyn-Davies, Vorstand für Finanzen der WILEX AG kommentierte: „Das Geschäfts­jahr 2010 war operativ herausragend. Bei allen klinischen Projekten haben wir gute Fortschritte erreicht. Die Zulassungsstudie mit REDECTANE® wurde erfolgreich abgeschlossen. Parallel dazu haben wir unser Geschäftsmodell durch strategische Zukäufe ergänzt. Die Kosten liegen am unteren Ende unserer Planungen.“

Entwicklungen des Jahres 2010
REDECTANE®: Im Mai 2010 wurden positive finale Daten aus der REDECTANE®-Studie veröffentlicht, die eine verbesserte Diagnose von PET/CT mit REDECTANE® gegenüber CT allein in der Indikation Nierenkrebs zeigen. WILEX hat die Vorbereitungen für das Pre-BLA-Meeting, die offizielle Vorbesprechung für den Zulassungsantrag, mit der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA abgeschlossen. Die Unterlagen für die Besprechung werden eingereicht, sobald WILEX die Produktionsdokumentation vom Partner IBA erhalten hat. Der erste Arzneimittelkandidat von WILEX könnte 2011/12 die Zulassung erhalten.

RENCAREX®: Im Januar 2011 hat das Unternehmen mitgeteilt, dass ein wichtiger Meilenstein der Phase IIIARISER-Studie mit dem therapeutischen Antikörper RENCAREX® in der Indikation klarzelliger Nierenzellkrebs erreicht wurde. Der Prozess der Zwischenanalyse zur Wirksamkeit von RENCAREX® wurde gestartet und die 343. Wiedererkrankung gemeldet. Das Ergebnis der Zwischenanalyse wird ab Mitte des Jahres erwartet.

MESUPRON®: Eindrucksvolle finale Daten des niedermolekularen Wirkstoffes MESUPRON® wurden im Juni 2010 präsentiert. MESUPRON® zeigte in einer Phase II-Kombinationsstudie mit dem Chemotherapeutikum Gemcitabine in der Indikation Bauchspeicheldrüsenkrebs eine Verbesserung der Tumoransprechrate, der medianen Überlebensrate sowie der 1-Jahres-Überlebensrate.

WX-554: Der von UCB Pharma übernommene MEKInhibitor WX-554 schloss im Juni 2010 eine Phase I-Dosiseskalationsstudie an gesunden Probanden mit guten Ergebnissen ab. Die Substanz erwies sich als sicher und gut verträglich.

Strategische Erweiterung: Im November 2010 übernahm WILEX Oncogene Science, eine ehemalige Geschäftseinheit der Siemens Healthcare Diagnostics Inc., mit Sitz in Cambridge, MA, USA. Die dafür neu gegründete WILEX Inc., eine 100%ige US-Tochter der WILEX AG, übernahm die Vermögenswerte und ein Team aus 10 Mitarbeitern. Mit der Akquisition der Oncogene Science erweitert WILEX das Geschäftsmodell um das zukunftsträchtige Biomarkergeschäft. Darüber hinaus verspricht die geplante und im Dezember 2010 durch die außerordentliche Hauptversammlung beschlossene Übernahme der Heidelberg Pharma AG den Zugang zu einer attraktiven und viel versprechenden Antikörpertechnologie und ergänzt hervorragend das Geschäftsmodell.

Unternehmensfinanzierung: Die Aktionärinnen und Aktionäre sprachen WILEX das Vertrauen aus durch ihre Beteiligung an zwei Kapitalmaßnahmen, die im Laufe des Geschäftsjahres 2010 durchgeführt wurden. Dem Unternehmen flossen ca. 18 Mio. € an frischem Kapital zu. WILEX konnte darüber hinaus im März 2010 eine Eigenkapitalzusage von bis zu 20 Mio. Euro abschließen und sich im Dezember 2010 neue Finanzmittel durch ein Gesellschafterdarlehen von bis zu 10 Mio. Euro sichern.

Finanzkennzahlen des Geschäftsjahres 2010
WILEX hat im Geschäftsjahr 2010 wie erwartet keine Umsatzerlöse aus Produktverkäufen oder Lizenzvereinbarungen realisiert. Im Vorjahr wurden 10,00 Mio. Euro aus den zwei Meilensteinzahlungen von UCB als Umsatzerlöse ausgewiesen. Die sonstigen Erträge lagen mit 1,31 Mio. Euro planmäßig unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 3,01 Mio. Euro; -56,4 %). Diese Ertragsrealisierungen sind Vorauszahlungen von Kooperationspartnern, die periodengerecht abgegrenzt und parallel zur Leistungserbringung erfasst werden. Mit fortschreitenden Projekten sinken diese Abgrenzungen.

Die betrieblichen Aufwendungen einschließlich der Abschreibungen sanken um 5,6 % auf 24,43 Mio. Euro (Vorjahr: 25,88 Mio. Euro). Ausschlaggebend dafür waren die im Vergleich zu 2009 niedrigeren Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 19,70 Mio. Euro (Vorjahr: 21,82 Mio. Euro), weil die Zulassungsstudien erwartungsgemäß vorangeschritten sind. Der Anteil für Forschung und Entwicklung an den Gesamtkosten betrug 80,7 %. Die übrigen 19,3 % der betrieblichen Aufwendungen entfielen auf Verwaltungsaufwendungen mit 4,72 Mio. Euro (Vorjahr 4,05 Mio. Euro). Die Neubewertung von Aktienoptionen sowie Beratungskosten, unter anderem im Rahmen des Pflichtangebotes und der verhandelten Transaktionen verursachten die höheren Kosten.

Aufgrund der Umsatzerlöse mit UCB im Vorjahr wies WILEX im Geschäftsjahr 2010 ein um 10,4 Mio. Euro reduziertes Ergebnis vor Steuern in Höhe von -23,09 Mio. Euro (Vorjahr: -12,71 Mio. Euro) aus. Der Jahresfehlbetrag erhöhte sich entsprechend auf 23,10 Mio. Euro (Vorjahr: 12,73 Mio. Euro, -81,5 %). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von -1,38 Euro (Vorjahr: -0,95 Euro). Das Eigenkapital betrug am 30. November 2010 -1,30 Mio. Euro (Vorjahr: 3,04 Mio. Euro).

Zum Ende der Periode verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von 1,94 Mio. Euro (Vorjahr: 3,41 Mio. Euro). WILEX hat im Dezember 2010 mit den beiden Hauptaktionären dievini und UCB einen Darlehensvertrag mit Rangrücktritt in Höhe von bis zu 10 Mio. Euro, zahlbar in zwei Raten, unterzeichnet. Damit ist die Finanzierung des Unternehmens voraussichtlich bis ins zweite Quartal 2011 gesichert.

Operativer Ausblick für das Geschäftsjahr 2011
WILEX rechnet für 2011 mit der Erreichung entscheidender Meilensteine. Neben der Einreichung des Zulassungsantrages für REDECTANE® bei der FDA stehen auf der klinischen Seite die Ergebnisse aus der Zwischenanalyse zur Wirksamkeit für RENCAREX® durch das unabhängige Datenkontrollkomitee im Vordergrund. Die Analyse wird einen entscheidenden Hinweis hinsichtlich des Studienendpunktes „krankheitsfreies Überleben“ liefern und könnte die Basis für den europäischen Zulassungsantrag sein. Die Fortsetzung der Phase II-Studie in Brustkrebs mit MESUPRON® und des Phase I-Programms mit WX-554 ergänzen die Entwicklungsaufgaben. Auf der wirtschaftlichen Seite sind die Kommerzialisierung der Produktkandidaten, die erfolgreiche Integration der WILEX Inc. und der Abschluss der Akquisition der Heidelberg Pharma AG wichtige Herausforderungen.

Durch Umsätze aus Produktverkäufen der WILEX Inc. und aus der präklinischen Auftragsforschung der Heidelberg Pharma AG sollen Nettomittelzuflüsse generiert werden. Die Ertragslage von WILEX ist vom Abschluss einer Kommerzialisierungsvereinbarung für einen der Produktkandidaten sowie Einnahmen aus einer ersten Auslizensierung der ADC-Technologie abhängig. Es finden vielversprechende Gespräche und Verhandlungen statt, dennoch werden aus heutiger Sicht mögliche Umsatzerlöse aus einer Partnerschaft nicht in die Planung aufgenommen.

Finanzieller Ausblick 2011 des WILEX-Konzerns
WILEX rechnet für das Geschäftsjahr 2011 im Falle eines planmäßigen Projektfortschritts mit Umsätzen und sonstigen Erträgen zwischen insgesamt 3,0 Mio. Euro und 4,5 Mio. Euro. Die betrieblichen Aufwendungen werden sich in einem Korridor von 28 Mio. Euro bis 33 Mio. Euro bewegen. Davon werden voraussichtlich Forschungs- und Entwicklungskosten zwischen 22 Mio. Euro und 27 Mio. Euro anfallen. Das Periodenergebnis wird zwischen -24 Mio. Euro und -29 Mio. Euro erwartet. In diesem Ergebnis sind die Auswirkungen der Akquisitionen von Oncogene Science und Heidelberg Pharma auf Basis der Umsatz- und Kostenplanung beider Geschäftseinheiten in Höhe von 2 Mio. Euro bis 3 Mio. Euro enthalten.

Ergebniskennzahlen
in Tsd. Euro
20101)
20091)
20081)
Veränderung
2010/2009
Umsatzerlöse 0
10.000
0 n.a.
Sonstige Erträge
1.314
3.013
3.208
(6,1)
Betriebliche Aufwendungen
(24.426)
(25.878)
(24.601)
5,2
davon Forschungs- und Entwicklungskosten
(19.704)
(21.823)
(20.157)
8,3
Betriebsergebnis
(23.112)
(12.864)
(21.394)
(39,9)
Ergebnis vor Steuern
(23.092)
(12.714)
(20.433)
(37,8)
Gesamtergebnis
(23.099)
(12.729)
(20.448)
(37,7)
Ergebnis je Aktie in Euro
(1,38)
(0,95)
(1,71)
(44,2)
Bilanzkennzahlen per 30.11.
in Tsd. Euro
Bilanzsumme
5.591
12.013
15.327
(21,6)
Liquide Mittel
1.943
3.411
12.137
(71,9)
Eigenkapital
(1.295)
3.045
5.790
(47,4)
Eigenkapitalquote 2) in %
(23,2)
25,3
37,8
(32,9)
Kapitalflussrechnung
in Tsd. Euro
Operativer Cashflow
(19.259)
(18.638)
(22.830)
(18,4)
Cashflow aus der Investitionstätigkeit (476) (71) 14.932 (100,5)
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 18.241 9.794 (89) n/a
Mitarbeiter
Mitarbeiter zum 30.11 3) 80 71 66 7,6
Mitarbeiter im Durchschnitt der Berichtsperiode 3) 72 66 62 6,6

1) Der Berichtszeitraum beginnt am 1. Dezember und endet am 30. November.
2) Eigenkapital/Bilanzsumme.
3) Einschließlich Mitglieder des Vorstands, 2010 inkl. WILEX Inc.
Durch die Rundung der exakten Zahlen können sich Differenzen ergeben.

Der Geschäftsbericht einschließlich des gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschlusses sowie der Jahresabschluss nach HGB wurden unter www.wilex.com veröffentlicht.

Einladung zur Telefonkonferenz:
WILEX wird am 22. Februar 2011 um 15:00 Uhr MEZ eine öffentliche Telefonkonferenz für Pressevertreter, Analysten und Investoren in englischer Sprache abhalten. Bitte wählen Sie sich 10 Minuten vor der Konferenz ein und wählen Sie die Einwahl-Nummern:

1. Deutschland: +49 (0) 69 6677 75756
2. UK: +44 (0) 2030032666
3. USA: +1 212 999 6659

Sie werden durch einen Operator begrüßt, der Ihren Namen und den Firmennamen aufnimmt. Die Präsentation zu der Konferenz steht ab 14.00 Uhr MEZ auf der Internetseite www.wilex.com zum Download zur Verfügung.

Kontakt
Katja Arnold (CIRO)
Corporate Communications
WILEX AG
Grillparzerstr. 10
81675 München
Deutschland
Tel.: +49 (0)89-41 31 38-126
Fax: +49 (0)89-41 31 38-99
E-Mail: investors [at] wilex.com

Zusätzlicher Medienkontakt für Europa:
MC Services AG,
Raimund Gabriel
Tel.: +49 (0)89-210 228 0
E-Mail: raimund.gabriel [at] mc-services.eu

Über die WILEX AG:
Die WILEX AG ist ein biopharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in München, Deutschland. Das auf Onkologie fokussierte Unternehmen verfügt über ein breites Portfolio marktnaher therapeutischer und diagnostischer Produkte zur gezielten Behandlung und zur hochspezifischen Erkennung verschiedener Krebsarten. Die therapeutischen Produktkandidaten von WILEX basieren auf Antikörpern und niedermolekularen Wirkstoffen. Über sein amerikanisches Tochterunternehmen WILEX Inc. in Cambridge, MA, USA vermarktet WILEX unter der Marke Oncogene Science ein Portfolio onkologischer Biomarker-Tests, die als Companion Diagnostics in klinischen Studien und zur Therapiekontrolle eingesetzt werden können. Das Geschäftsmodell der WILEX deckt die Wertschöpfung im Onkologiemarkt von der Forschung, über Technologie und Entwicklungskooperationen bis hin zur Kommerzialisierung ab. Zu den Kunden und Partnern der WILEX gehören führende internationale Pharmaunternehmen.
Website: http://www.WILEX.com, ISIN DE0006614720 / WKN 661472 / Symbol WL6

Dieser Text enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen, die sich auf den Geschäftsbereich der Gesellschaft beziehen und die sich durch den Gebrauch von zukunftsgerichteter Terminologie wie etwa “schätzt”, “glaubt”, “erwartet”, “könnte”, “wird”, “sollte”, “zukünftig”, “möglich” oder ähnliche Ausdrücke oder durch eine allgemeine Darstellung der Strategie, der Pläne und der Absichten der Gesellschaft auszeichnen. Solche zukunftsgerichteten Aussagen umfassen bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren, die bewirken könnten, dass sich die tatsächlichen Ergebnisse des Geschäftsbetriebes, die Finanzlage, die Ertragslage, die Errungenschaften oder auch die Ergebnisse des Sektors erheblich von jeglichen zukünftigen Ergebnissen, Erträgen oder Errungenschaften unterscheiden, die in solchen zukunftsgerichteten Aussagen ausgedrückt oder vorausgesetzt werden. Angesichts dieser Unwägbarkeiten, werden mögliche Investoren und Partner davor gewarnt, übermäßiges Vertrauen auf solche zukunftsgerichteten Aussagen zu stützen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren, um zukünftiges Geschehen oder Entwicklungen widerzuspiegeln.

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