WILEX AG kündigt Übernahme von Heidelberg Pharma AG an

• Zugang zu neuartiger Konjugat-Plattform-Technologie für therapeutische Antikörper zur Krebsbehandlung
• Komplementäre präklinische Infrastruktur und Expertise in der Onkologie
• Einladung zur außerordentlichen Hauptversammlung

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München, 03. November 2010. Die WILEX AG (ISIN DE0006614720 / WL6 / Frankfurt Stock Exchange) hat heute mit Zustimmung des Aufsichtsrats mit allen Aktionären der Heidelberg Pharma AG einen Vertrag über die Einbringung aller Aktien an der Heidelberg Pharma AG in die WILEX AG gegen Gewährung von WILEX-Aktien abgeschlossen.

Die Heidelberg Pharma AG ist ein privates Unternehmen mit Sitz in Ladenburg bei Heidelberg und beschäftigt 34 Mitarbeiter. Heidelberg Pharma ist in zwei Geschäftsbereichen tätig. Der erste Bereich umfasst eine neuartige Konjugat-Plattform-Technologie für therapeutische Antikörper (Antibody Drug Conjugates, ADC). Diese ADC-Technologie hat das Potenzial, die Wirksamkeit vieler auf Antikörper basierender Wirkstoffe zu verbessern sowie bereits zugelassene Therapeutika weiterzuentwickeln. WILEX und Heidelberg Pharma haben dadurch die Möglichkeit, mit eigenen Produktkandidaten selbst auf dieser Technologieplattform aufzusetzen sowie diese Technologie über Heidelberg Pharma auch an Partner auszulizenzieren und dadurch Umsätze zu generieren. Der zweite Geschäftsbereich umfasst präklinische Untersuchungen zu Arzneimittel-Stoffwechsel, Pharmakologie und Pharmakokinetik in der Onkologie. Diese Infrastruktur und die Expertise werden auch an Dritte als Dienstleistung angeboten und erwirtschaften Umsätze.

Die WILEX AG beabsichtigt, sämtliche Aktien an der Heidelberg Pharma AG zu erwerben und zwar im Wege einer Sachkapitalerhöhung gegen Ausgabe von 3.200.000 neuen WILEX-Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre. Der gebotene Transaktionspreis in Höhe von 19,2 Mio. Euro für 100 % der Anteile an der Heidelberg Pharma AG entspricht einem Preis von 6,00 Euro pro neu ausgegebener WILEX-Aktie – einem Aufschlag von ungefähr 25 % auf den Schlusskurs vom 1. November 2010. Das entspricht einem Umtauschverhältnis von 5,75 zu 1 bezogen auf die Unternehmenswerte der WILEX AG und der Heidelberg Pharma AG. Die WILEX AG wird ihre Aktionäre um Zustimmung zu dieser Transaktion bitten und zu einer außerordentlichen Hauptversammlung am 15. Dezember 2010 einladen. Nach Zustimmung durch die WILEX-Aktionäre würde die Heidelberg Pharma AG eine hundertprozentige Tochtergesellschaft werden. Die Einladung und Tagesordnung wird am Nachmittag des 4. November auf der Internetseite der Gesellschaft und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Einbringungsvertrag wird in der Hauptversammlung ausgelegt und kann im Vorfeld auch im Internet unter http://www.wilex.de/Investoren/Hauptversammlung.php eingesehen werden.

Prof. Olaf G. Wilhelm, Vorstandsvorsitzender der WILEX AG erläutert: “Dieser Unternehmenskauf ergänzt unser Geschäftsmodell und hat für beide Gesellschaften eine strategische Bedeutung, die die weitere Entwicklung positiv beeinflussen wird. Wir erhalten dadurch sowohl Zugriff auf die ADC-Technologie, die signifikantes Umsatzpotenzial verspricht, als auch auf das komplementäre präklinische Dienstleistungsgeschäft.“

Dr. Jan Schmidt-Brand, Vorstand der Heidelberg Pharma AG, ergänzt: „Mit WILEX erhalten wir den idealen Partner, um ADC-Projekte in die klinische Entwicklung bringen zu können. Die langjährige Entwicklungsexpertise von WILEX und der Zugriff auf geeignete Antikörper ergänzen unsere Technologie in optimaler Weise. Parallel werden wir unser erfolgreiches Kundengeschäft sowohl bei der ADC-Kooperation als auch im Servicegeschäft eigenständig ausbauen.“

Über die WILEX AG:
Die WILEX AG ist ein biopharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in München und ist an der Frankfurter Wertpapierbörse im Regulierten Markt / Prime Standard notiert. WILEX hat das Ziel, Arzneimittel zur gezielten und nebenwirkungsarmen Behandlung sowie Diagnostika zur hochspezifischen Erkennung verschiedener Krebsarten zu entwickeln. Die Produktkandidaten von WILEX basieren auf Antikörpern und niedermolekularen Wirkstoffen. WILEX verfügt über eine attraktive Pipeline an Arzneimittel- und Diagnostikumkandidaten: Für REDECTANE® wird derzeit der Zulassungsantrag in den USA vorbereitet. RENCAREX® befindet sich in einer Phase III-Zulassungsstudie. Für MESUPRON® wurden in der Indikation Bauchspeicheldrüsenkrebs positive Phase II-Daten veröffentlicht und in der Indikation Brustkrebs wird eine Phase II-Studie durchgeführt. Für den MEKInhibitor WX-554 wurde eine Phase I-Studie abgeschlossen. Ein weiteres onkologisches Projekt (PI3KInhibitor WX-037) befindet sich in der präklinischen Entwicklung und drei Antikörper-Programme in der Forschung. WILEX will innerhalb weniger Jahre in der Lage sein, die Forschungs- und Entwicklungsprogramme aus dem laufenden operativen Geschäft zu bestreiten. Website: http://www.WILEX.com, ISIN DE0006614720 / WKN 661472 / Symbol WL6

Antibody Drug Conjugates (ADCs)
Antibody drug conjugates sind monoklonale Antikörper, an die biologisch aktive Wirkstoffe mit Hilfe von chemischen Brückenmolekülen gehängt werden. Durch die Kombination der spezifischen und zielgerichteten Antikörper mit Krebs tötenden Zellgiften (Zytotoxika) ist es den ADCs möglich zwischen gesundem und Tumorgewebe zu differenzieren. Die Vorteile aus dieser Kombination erlauben eine bessere Kontrolle der Pharmakokinetik der Wirkstoffe und verbessern den Transport zum Krebsgewebe.

Kontakt
Katja Arnold (CIRO)
Corporate Communications
WILEX AG
Grillparzerstr. 10
81675 München
Deutschland
Tel.: +49 (0)89-41 31 38-126
Fax: +49 (0)89-41 31 38-99
E-Mail: investors@wilex.com

Dieser Text enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen, die sich auf den Geschäftsbereich der Gesellschaft beziehen und die sich durch den Gebrauch von zukunftsgerichteter Terminologie wie etwa “schätzt”, “glaubt”, “erwartet”, “könnte”, “wird”, “sollte”, “zukünftig”, “möglich” oder ähnliche Ausdrücke oder durch eine allgemeine Darstellung der Strategie, der Pläne und der Absichten der Gesellschaft auszeichnen. Solche zukunftsgerichteten Aussagen umfassen bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren, die bewirken könnten, dass sich die tatsächlichen Ergebnisse des Geschäftsbetriebes, die Finanzlage, die Ertragslage, die Errungenschaften oder auch die Ergebnisse des Sektors erheblich von jeglichen zukünftigen Ergebnissen, Erträgen oder Errungenschaften unterscheiden, die in solchen zukunftsgerichteten Aussagen ausgedrückt oder vorausgesetzt werden. Angesichts dieser Unwägbarkeiten, werden mögliche Investoren und Partner davor gewarnt, übermäßiges Vertrauen auf solche zukunftsgerichteten Aussagen zu stützen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren, um zukünftiges Geschehen oder Entwicklungen widerzuspiegeln.

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