Phase I & II

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Im Überblick

Im Rahmen des bereits abgeschlossenen klinischen Studienprogramms der Phasen I und II wurden mehr als 130 Patienten mit metastasiertem Nierenkrebs mit RENCAREX® behandelt. Das Studienprogramm bestand aus drei Phase l-Studien, in denen die Pharmakokinetik, die Biodistribution sowie die Sicherheit und die Verträglichkeit des Antikörpers untersucht wurden. Zudem wurden drei Studien der Phase ll zur Untersuchung der Wirksamkeit durchgeführt: Während eine Studie die Anwendung von RENCAREX® als Monotherapie untersuchte, evaluierten die anderen beiden Studien die Gabe von RENCAREX® in Kombination mit den niedrig dosierten Zytokinen Interleukin-2 bzw. Interferon-alpha. In allen bislang durchgeführten Studien war die Anwendung von RENCAREX® stets sicher und gut verträglich, es kam zu keinen schwerwiegenden Nebenwirkungen. Zudem konnte RENCAREX® ein viel­ver­sprechendes Wirksamkeitsprofil zugeschrieben werden. Die Patienten, die an den Phase II-Studien teilgenommen haben, werden nach wie vor regelmäßig beobachtet, um Daten zum Langzeitüberleben zu ermitteln.

Gute Sicherheit und Verträglichkeit sowie Bindungsverhalten an den Tumor

In den bislang durchgeführten Studien der Phasen I und II bei über 130 Patienten zeigte sich RENCAREX® stets als sicher und gut verträglich und verursachte keine schwerwiegenden Nebenwirkungen.

RENCAREX® bindet hervorragend an Tumorgewebe und Metastasen. In einer Phase I-Studie, in der die Patienten steigende intravenöse Dosierungen des mit 131Iod schwach radioaktiv markierten RENCAREX® (Girentuximab)-Antikörpers erhielten, konnte ein spezifisches Bindungsverhalten des Antikörpers an den Tumor nachgewiesen werden, da in der Studie sämtliche bekannten vorhandenen Metastasen sichtbar gemacht werden konnten (siehe Abb.).

Abb.: Der Antikörper Girentuximab zeigt eine exzellente Bindung an das Tumorgewebe von Nierenkrebspatienten. Die Ganzkörper-Radio-Immun-Szintigramme (links Vorder-, rechts Rückenansicht) mit dem schwach radioaktiv markierten Antikörper Girentuximab zur Sichtbarmachung der Tumoren zeigen Nierenkrebs-Patienten mit Metastasen an verschiedenen Stellen. Die Aufnahmen wurden von Prof. F. H .M. Corstens, Universität Nijmegen (Niederlande), zur Verfügung gestellt.

Wirksamkeit in Phase II-Studien

In den drei durchgeführten Phase II-Studien hat RENCAREX® gute klinische Wirksamkeit bei Patienten mit fortgeschrittenem metastasiertem Nierenzellkrebs gezeigt: eine Studie erfolgte mit RENCAREX® als Monotherapie, die zwei anderen Studien untersuchten die Wirksamkeit von RENCAREX® in Kombination mit den jeweils niedrig dosierten Zytokinen Interleukin-2 bzw. Interferon alpha-2a.

In den Phase II-Studien konnte bei insgesamt mehr als 30% der mit RENCAREX® behandelten Patienten ein klinischer Nutzen (definiert als Ansprechen auf die Therapie bzw. als Stabilisierung der zuvor progredienten Erkrankung für mindestens sechs Monate) beobachtet werden. Insbesondere führte die Behandlung mit RENCAREX® zu einer signifikanten Erhöhung der mittleren (medianen) Überlebenszeit bei diesen schwer behandelbaren Patienten.

Fallstudie: Wirksamkeit in Phase II Monotherapie-Studie

In der europäischen multizentrischen Phase II-Studie wurden 36 Patienten mit fortgeschrittenem metastasierten klarzelligen Nierenzellkrebs (Stadium 4) über zwölf Wochen jeweils wöchentlich mit 50 mg RENCAREX® als Monotherapie behandelt.

Die an der Studie teilnehmenden Patienten wurden in zwei Gruppen unterteilt: Bei 10 von 36 Patienten, die nach zwölf-wöchiger Behandlung mit RENCAREX® ein Ansprechen und somit einen klinischen Nutzen (definiert als objektives Tumoransprechen und/oder als Stabilisierung der zuvor progredienten Erkrankung) gezeigt hatten, wurde die Behandlung für acht Wochen fortgesetzt („Extended Treatment Group“). Die Patienten hingegen, bei denen nach zwölf Wochen Behandlung kein klinischer Nutzen erkennbar war, erhielten keine weitere Behandlung („Discontinued Treatment Group“). Es bestand kein Unterschied in den Patienten-Charakteristika beider Gruppen.

Ergebnisse: Die Patienten, die eine um acht Wochen verlängerte Behandlung mit RENCAREX® erhalten hatten, wiesen mit einer mittleren (medianen) Überlebenszeit von 39 Monaten und einer 2-Jahres-Überlebensrate von 70% statistisch signifikant höhere Überlebensraten auf. Dagegen lag in der Patientengruppe, bei der die Behandlung nach zwölf Wochen nicht fortgesetzt worden war, das mittlere Überleben bei zehn Monaten und das 2-Jahres-Überleben bei 26% (statistisches Signifikanzniveau p=0.01). Bei allen an der Studie teilnehmenden und mit RENCAREX® behandelten Patienten lag das mittlere Überleben insgesamt bei 15 Monaten. Ein klinischer Nutzen, definiert als objektives Tumoransprechen und/oder als Stabilisierung der zuvor progredienten Erkrankung für mehr als sechs Monate, konnte bei 28% der evaluierbaren Patienten beobachtet werden (siehe Grafik).

Abb.: Ergebnisse (mediane Überlebenszeit und 2-Jahres-Überlebensraten) einer Phase II Monotherapiestudie mit RENCAREX® bei Patienten mit metastasiertem Nierenkrebs.

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