Onkologie

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Über Krebs
Traditionelle Behandlungsweisen von Krebs (Paradigma „Seek and Destroy”)

Paradigmenwechsel in der Krebstherapie („Target and Control”)

Der WILEX-Ansatz

Über Krebs

Unter Krebs versteht man eine Gruppe von Krankheiten, die durch unkontrolliertes Wachstum zerstörerischer (maligner) Zellen charakterisiert werden, welche sich im Körper des Patienten ausbreiten und schließlich zum Tod des Patienten führen können. Krebs entsteht unter anderem dann, wenn das körpereigene Immunsystem nicht (mehr) in der Lage ist, solche abnormen Zellen zu entdecken und zu zerstören. Die Entstehungswege bis zum Ausbruch der Erkrankung sind komplex und variieren je nach Tumortyp.
Einzelne Tumorzellen können sich vom Primärtumor loslösen, an entfernte Stellen im Organismus wandern und dort zu neuen Tumoren anwachsen, sog. Metastasen. Nicht der Primärtumor, sondern diese Metastasen sind für die meisten durch Krebs verursachten Todesfälle verantwortlich.

Millionen von Menschen auf der ganzen Welt sind von dieser Krankheit betroffen, die in den Industriestaaten mittlerweile zu den häufigsten Todesursachen zählt. Trotz erheblicher Fortschritte in der Krebsmedizin der letzten Jahre steigen Inzidenz und Mortalitätsraten bei Krebs nach wie vor weiter an. In den nächsten Jahren ist damit zu rechnen, dass Krebs insbesondere infolge der Alterung der Gesellschaft sowie der Zunahme von Umwelteinflüssen eine der häufigsten Todesursachen bleiben wird. (nach oben)

Traditionelle Behandlungsweisen von Krebs (Paradigma „Seek and Destroy”)

Traditionelle Krebstherapien umfassen bei soliden Tumoren im Regelfall die operative Entfernung des Primärtumors sowie eine anschließende Bestrahlung und/oder Chemotherapie zur Abtötung der Metastasen. Man bezeichnet dies auch als den „Seek and Destroy“-Ansatz bzw. Suchen und Zerstören.

Die traditionellen Krebstherapien haben unbestritten zu einer Verbesserung des Überlebens und der Lebensqualität vieler Patienten geführt. Dennoch weisen sie zahlreiche Schwächen auf, sowohl hinsichtlich ihrer Wirksamkeit als auch ihrer Sicherheit und Verträglichkeit. So kann die operative Entfernung der Tumoren nicht die Vernichtung aller im Körper vorhandenen Tumorzellen garantieren, insbesondere wenn der Tumor bereits metastasiert hat. Bestrahlung kann von schwerwiegenden Nebenwirkungen begleitet sein und hat zudem nur eine eingeschränkte Wirksamkeit in der Behandlung weit gestreuter Metastasen.

Chemotherapien erzielen häufig lediglich vorübergehende Erfolge in der Bekämpfung der Erkrankung, da die Krankheit binnen Monaten oder Jahren wieder neu auftreten kann. Zudem sinken die Erfolgsraten von Chemotherapien mit ihrer wiederholten Anwendung, da Tumorzellen im Laufe der Zeit Resistenzen gegen Chemotherapeutika entwickeln können. Die Zellgifte der Chemotherapie wirken vergleichsweise unspezifisch und können deshalb auch gesunde Zellen des Organismus schädigen, weshalb es zu schweren, zum Teil lebensbedrohlichen Nebenwirkungen kommen kann, die eine Reduzierung der Dosierung und damit eine Schwächung der therapeutischen Wirkung nach sich ziehen. (nach oben)

Paradigmenwechsel in der Krebstherapie („Target and Control”)

In den vergangenen Jahren hat sich durch die verstärkte Zusammenarbeit von Wissenschaftlern, Ärzten und der pharmazeutischen Industrie ein Paradigmenwechsel in der Krebsmedizin vollzogen. Dieser manifestiert sich darin, dass die traditionellen, eher unspezifischen Behandlungsmethoden des „Seek and Destroy“-Ansatzes zunehmend ergänzt und ersetzt werden durch neue, auf die Patienten maßgeschneiderte Therapien. Man bezeichnet diesen neuen Ansatz auch als „Target and Control” bzw. Zielen und Kontrollieren.

Die Therapien des neuen Paradigmas greifen oftmals direkt die Krebszellen an oder blockieren deren biologische Funktionen, die es ihnen ermöglichen, in das umgebende Gewebe einzuwandern und im Organismus des Patienten zu streuen (Metastasierung). Die neuen Wirkstoffe binden dabei i.d.R. bevorzugt an die Tumorzellen und ziehen dabei andere, gesunde Zellen des Körpers geringer in Mitleidenschaft. Tendenziell sind die neuen Therapien dadurch mit geringeren Nebenwirkungen behaftet, was eine chronische Langzeittherapie ermöglichen soll, die zum Ziel hat, die Erkrankung zu kontrollieren und dabei eine verbesserte Lebensqualität der Patienten zu ermöglichen.

Tumoren sind hochkomplexe Systeme, die i.d.R. mehrere Mechanismen verwenden, um zu wachsen und sich im Körper auszubreiten. Auf Basis dieser wissenschaftlichen Erkenntnis zielt die Medizin zunehmend darauf ab, durch Kombinationsbehandlungen von Therapien möglichst viele dieser Wachstums- und Ausbreitungsmechanismen der Tumoren gleichzeitig zu blockieren.(nach oben)

Der WILEX-Ansatz

Die WILEX AG ist auf Onkologie fokussiert und verfügt über ein klinisches Portfolio diagnostischer und therapeutischer Produktkandidaten basierend auf Antikörpern und niedermolekularen Wirkstoffen zur hochspezifischen Erkennung und gezielten Behandlung verschiedener Krebsarten. Ziel ist es, diese klinischen Projekte auszulizenzieren. Die Tochtergesellschaft Heidelberg Pharma GmbH in Ladenburg bietet präklinische Auftragsforschung und eine Technologieplattform für therapeutische Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADC-Technologie) an. (nach oben)

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