Nicht metastasierter Nierenzellkrebs:
Bei etwa 70-80% aller Nierenzellkrebspatienten liegen zum Zeitpunkt der
Erstdiagnose noch keine sichtbaren Tochterabsiedlungen, sog. Metastasen,
vor. Man
spricht von nicht metastasiertem Nierenzellkrebs. Die Standardbehandlung
beim nicht metastasierten Nierenkrebs besteht in der operativen Entfernung
der befallenen Teile der Niere oder der ganzen Niere (Nephrektomie) und
der anschließenden
Beobachtung der Patienten.
Rund 40% dieser Patienten erleiden jedoch einen Rückfall
innerhalb von zwei Jahren nach der Operation. Als Ursache dafür wird
angenommen, dass bei diesen Patienten zum Zeitpunkt der Erstdiagnose
bereits einzelne
vom Primärtumor losgelöste Tumorzellen unterhalb der technischen
Nachweisbarkeitsgrenze im Körper vorhanden waren (sog. Mikrometastasen),
die im Folgenden ohne weitere Behandlung zu diagnostizierbaren Metastasen
anwachsen. Diese Patientengruppe, die damit einem besonders hohen Rückfallrisiko
unterliegt, kann anhand bestimmter Risikofaktoren im Vorfeld identifiziert
werden.
Obwohl viele dieser Patienten nach einer Operation
wieder einen Rückfall
erleiden, ist derzeit noch kein Medikament für die adjuvante
Behandlung dieser Patienten unmittelbar nach einer Operation zugelassen.
Aus diesem Grund besteht eine dringende medizinische Notwendigkeit für
eine adjuvante Therapie, um den Rückfall von Nierenzellkrebspatienten
nach der Operation entweder zu vermeiden oder zumindest zeitlich hinauszuzögern.
Metastasierter Nierenkrebs:
Bei etwa 20-30% aller Nierenzellkrebspatienten haben sich bereits zum
Zeitpunkt der Erstdiagnose Metastasen gebildet. Zudem treten bei vielen
ursprünglich
als nicht metastasiert diagnostizierten Patienten in der Folgezeit
nach einer Operation Metastasen auf. Nierenzellkrebs im fortgeschrittenen
Stadium ist sehr schwer zu behandeln. Bisher zugelassene Therapien
führen in der Mehrzahl der Fälle nicht zum Erfolg und haben
zum Teil schwere Nebenwirkungen. Die Lebenserwartung dieser Patienten
ist
gering. |